Recovery Point Objective (RPO) vs. Recovery Time Objective (RTO)

Recovery Point Objective

Die Recovery Point Objective (RPO) bezeichnet die Zeitspanne, für die das Unternehmen einen Datenverlust hinnehmen kann. Wird beispielsweise ein tägliches Backup (RPO=24 Stunden) nachts um 1.00 Uhr durchgeführt, und die Datenspeicher für die fortlaufenden Geschäftsdaten fallen um 12 Uhr mittags aus, so sind alle Daten, die im Zeitraum von 1.00 Uhr nachts bis 12.00 Uhr mittags angefallen sind verloren, also alle neu angefallenen Daten des aktuellen Arbeitstages.

Für viele Unternehmen ist eine RPO von 24 Stunden nicht akzeptabel, und es muss eine kleinere RPO festgelegt werden. Die RPO bestimmt also die Granularität des Backups. Eine kleinere RPO ist somit auch mit höheren Kosten verbunden, da Backups häufiger durchgeführt werden und mehr Datenspeicher vorgehalten werden muss. Es kann auch sein, dass Investitionskosten in die Backup-Architektur notwendig sind, um eine Überlastung des Firmennetzwerkes während der üblichen Geschäftszeiten abzuwenden.

Recovery Time Objective

Die Recovery Time Objective (RTO) legt die Zeitspanne fest, für die ein Ausfall von einer Applikation, einem Netzwerk oder Datenspeicher für ein Unternehmen tolerierbar ist. Das bedeutet im Fall von einem Backup, dass es die maximale Zeit festlegt, die für eine Datenwiederherstellung benötigt wird. Die RTO bestimmt damit die vom Unternehmen eingesetze Technologie. Beträgt die RTO beispielsweise 48 Stunden oder länger, kann eine Lösung mittels Tape ausreichend sein. Bei einer RTO von 0 Stunden werden redundant ausgeführte Speichertechnologien verwendet. Auch bei der RTO führen kürzere Zeiten zu höheren Investitionskosten.

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